Lebenslauf in Deutschland: Aufbau, Foto und Länge
Der Lebenslauf ist das Herzstück deiner Bewerbung in Deutschland. Üblich ist ein tabellarischer Aufbau, antichronologisch geordnet, das Neueste steht also oben. Ein Bewerbungsfoto ist keine Pflicht, und ein Arbeitgeber darf es wegen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auch nicht verlangen. In der Praxis ist ein Foto trotzdem weit verbreitet. Einen verbindlichen Formatstandard gibt es nicht: Die DIN 5008 betrifft Geschäftsbriefe und das Anschreiben, nicht den Lebenslauf selbst. Als Faustregel gilt eine Länge von ein bis zwei Seiten.
Wie ist ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut?
Oben stehen deine Kontaktdaten, darunter folgen in klar getrennten Blöcken die Berufserfahrung, die Ausbildung sowie Kenntnisse und Zusatzqualifikationen. Innerhalb der Blöcke ordnest du die Stationen antichronologisch, die aktuellste zuerst.
Braucht ein Lebenslauf in Deutschland ein Foto?
Nein. Ein Bewerbungsfoto ist keine Pflicht, und wegen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes darf ein Arbeitgeber es auch nicht verlangen. In der Praxis ist ein professionelles Foto aber weiterhin üblich und wird von vielen Personalverantwortlichen erwartet.
Gibt es eine Formatvorgabe wie DIN 5008 für den Lebenslauf?
Nein. Die DIN 5008 gilt für Geschäftsbriefe und damit für das Anschreiben, nicht für den Lebenslauf. Für den Lebenslauf zählen vor allem Übersichtlichkeit, ein einheitliches Layout und eine lückenlose Darstellung.
Wie lang darf ein Lebenslauf sein?
Als Faustregel gelten ein bis zwei Seiten. Berufseinsteiger kommen meist mit einer Seite aus, mit wachsender Erfahrung darf es eine zweite werden. Länger sollte der Lebenslauf nur in Ausnahmefällen sein.
In welcher Reihenfolge liste ich meine Stationen?
Antichronologisch: Die aktuellste oder letzte Station steht ganz oben, ältere folgen darunter. So sehen Personalverantwortliche sofort deinen jetzigen Stand, ohne bis ans Ende scrollen zu müssen.
Muss ich Lücken im Lebenslauf erklären?
Längere Lücken solltest du kurz und sachlich benennen, etwa als Elternzeit, Weiterbildung oder Orientierungsphase. Verschweigen wirkt schnell wie ein Verstecken, eine knappe, ehrliche Einordnung nimmt dem Thema dagegen die Brisanz.
Was gehört nicht in den Lebenslauf?
Verzichte auf irrelevante Details und auf sensible Angaben, die nichts mit der Stelle zu tun haben, etwa zu Religion, Gesundheit oder politischer Einstellung. Auch überholte Angaben oder Selbstverständlichkeiten machen den Lebenslauf nur unübersichtlich.
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Quellen & Stand
Zuletzt geprüft: Juli 2026