Lebenslauf in Österreich: Aufbau, Foto und Länge richtig machen
Ein Lebenslauf in Österreich ist tabellarisch aufgebaut, maximal zwei Seiten lang und antichronologisch geordnet, das Neueste steht also zuerst. Der übliche Aufbau: persönliche Daten, Berufserfahrung, Ausbildung, dann Kenntnisse und Interessen. Ein Foto ist in Österreich üblich und wird oft erwartet, Pflicht ist es aber nicht; vor Diskriminierung schützt dich das Gleichbehandlungsgesetz. Für Berufseinsteiger:innen reicht meist eine Seite.
Wie ist ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut?
Tabellarisch bedeutet: Zeiträume und Stationen stehen übersichtlich nebeneinander statt im Fließtext. Oben kommen die persönlichen Daten, danach Berufserfahrung, Ausbildung und Weiterbildungen, dann Kenntnisse wie Sprachen und IT, zuletzt die Interessen. Innerhalb jedes Blocks gilt: das Aktuellste zuerst.
In welcher Reihenfolge liste ich meine Stationen?
Antichronologisch, die aktuellste Position steht ganz oben. Recruiter:innen sehen so auf einen Blick, wo du gerade stehst, ohne zu blättern. Das gilt für jede Rubrik einzeln, also auch bei Ausbildung und Weiterbildungen.
Wie lang darf ein Lebenslauf sein?
Maximal zwei Seiten, für Berufseinsteiger:innen reicht meist eine. Es zählt nicht, wie viel du auflistest, sondern wie schnell die relevanten Stationen zu finden sind. Kürze alte oder fachfremde Positionen lieber auf eine Zeile, statt die Schrift zu verkleinern.
Braucht ein Lebenslauf in Österreich ein Foto?
Nein, ein Bewerbungsfoto ist keine Pflicht, das Gleichbehandlungsgesetz schützt Bewerber:innen vor Diskriminierung. In der Praxis ist ein Foto in Österreich aber üblich und wird von vielen Personalverantwortlichen erwartet. Wenn du eines verwendest, dann ein professionelles Foto im Halbporträt, kein Schnappschuss vom Handy.
Was gehört nicht in den Lebenslauf?
Alles, was keinen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle hat: etwa die Volksschule oder jedes Kurzpraktikum aus der Schulzeit, wenn du schon Berufserfahrung hast. Die Gehaltsvorstellung gehört ebenfalls nicht hinein, sie wird im Anschreiben genannt, wenn sie verlangt wird.
Muss ich Lücken im Lebenslauf erklären?
Längere Lücken benennst du am besten kurz und sachlich, etwa als Karenz, Weiterbildung oder Zeit der Jobsuche. Wer Lücken kaschiert, riskiert unangenehme Nachfragen im Gespräch. Details musst du erst nennen, wenn danach gefragt wird.
Worauf sollte ich beim Layout achten?
Eine gut lesbare Schrift wie Arial oder Calibri in etwa Größe 11, einheitliche Formatierung und klare Abstände reichen völlig. Verschickt wird der Lebenslauf als PDF, der Dateiname enthält deinen Namen. Ausgefallene Designs zahlen sich höchstens in Kreativberufen aus, überall sonst zählt die Lesbarkeit.
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Quellen & Stand
- AMS, Ansprechender Lebenslauf
- workinaustria, Bewerbungsunterlagen
- lebenslauf.at, Aufbau und Gestaltung
Zuletzt geprüft: Juli 2026