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Bewerbung

Gehaltsvorstellung formulieren: so nennst du die richtige Zahl

Kurz gesagt

Deine Gehaltsvorstellung gibst du in Österreich als Bruttojahresgehalt auf Basis von 14 Gehältern an, also inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Nenne eine begründete Spanne statt eines Fixbetrags und setz sie ans Ende des Anschreibens, wenn danach gefragt wird. Einen Anker liefert das Inserat selbst: Stelleninserate müssen laut § 9 Gleichbehandlungsgesetz das KV-Mindestgehalt angeben. Beim Jobwechsel sind 10 bis 20 % Aufschlag auf dein aktuelles Gehalt üblich.

Muss ich die Gehaltsvorstellung überhaupt nennen?

Nur wenn ausdrücklich danach gefragt wird, also wenn das Inserat sie verlangt oder das Thema im Gespräch aufkommt. Von dir aus musst du sie nicht ungefragt in die Bewerbung schreiben.

Wie formuliere ich meine Gehaltsvorstellung?

Kurz und sachlich, mit Bezug auf deine Qualifikation. Ein Beispiel: „Meine Gehaltsvorstellung liegt, abhängig vom Aufgabengebiet, bei 42.000 bis 46.000 Euro brutto pro Jahr auf Basis von 14 Gehältern." Mehr braucht es nicht, die Begründung im Detail hebst du dir fürs Gespräch auf.

Brutto oder netto, 12 oder 14 Gehälter?

Brutto und aufs Jahr gerechnet, in Österreich inklusive 13. und 14. Gehalt, also 14 Gehälter. So bleiben unterschiedliche Angebote direkt vergleichbar. Ein Nettobetrag taugt nicht als Basis, weil er von deinen persönlichen Abzügen abhängt.

Soll ich eine Spanne oder einen Fixbetrag nennen?

Eine Spanne, keinen Fixbetrag. Sie wirkt konkret und lässt trotzdem Verhandlungsspielraum. Achte auf die Untergrenze: eine zu niedrige Angabe lässt sich im Gespräch nur schwer nach oben korrigieren.

Wo im Anschreiben nenne ich die Gehaltsvorstellung?

Ans Ende des Anschreibens, kurz vor der Grußformel. Ein einzelner Satz reicht. So steht deine Motivation im Vordergrund und die Zahl geht trotzdem nicht unter.

Woher weiß ich, welche Zahl realistisch ist?

Schau zuerst ins Stelleninserat: Inserate müssen in Österreich laut § 9 Gleichbehandlungsgesetz das kollektivvertragliche Mindestgehalt angeben. Vergleiche diese Zahl mit deiner Einstufung im Kollektivvertrag und mit Gehaltsangaben in ähnlichen Inseraten. Je nach Erfahrung und Qualifikation setzt du deine Spanne darüber an.

Wie viel mehr kann ich beim Jobwechsel verlangen?

Als Richtwert gelten 10 bis 20 % Aufschlag auf dein aktuelles Bruttojahresgehalt. Wie viel davon realistisch ist, hängt von deiner Erfahrung und von der Nachfrage in deiner Branche ab. Rechne die neue Spanne wieder auf 14 Gehälter, damit die Basis stimmt.