Lohnvorstellung in der Schweiz: richtig formulieren
Deine Lohnvorstellung nennst du in der Schweiz nur, wenn das Inserat ausdrücklich danach fragt. Gib sie als Bruttojahreslohn an und halte fest, ob sie auf 12 oder 13 Monatslöhnen beruht, denn einen festen Standard gibt es nicht. Sinnvoll ist eine Spanne statt einer fixen Zahl, üblich sind rund plus/minus 10 Prozent um deinen Zielwert, etwa CHF 70’000 bis 78’000. Eine gesetzliche Pflicht, im Inserat einen Lohn anzugeben, besteht in der Schweiz nicht.
Muss ich die Lohnvorstellung überhaupt nennen?
Nur wenn das Inserat ausdrücklich danach fragt. Dann solltest du eine Angabe machen, sonst wirkt die Bewerbung unvollständig. Ohne Aufforderung lässt du das Thema im Anschreiben weg und besprichst den Lohn im Gespräch.
Wie formuliere ich meine Lohnvorstellung?
Knapp und im Schlussteil des Anschreibens, zum Beispiel: Meine Lohnvorstellung liegt bei CHF 70’000 bis 78’000 brutto im Jahr, basierend auf 13 Monatslöhnen. So ist die Angabe klar und einordbar.
Brutto oder netto, 12 oder 13 Monatslöhne?
Immer brutto. Und immer mit dem Hinweis, ob 12 oder 13 Monatslöhne gemeint sind, weil die Schweiz keinen einheitlichen Standard kennt. Ohne diese Angabe sind Zahlen nicht vergleichbar.
Soll ich eine Spanne oder eine feste Zahl nennen?
In der Regel eine Spanne. Üblich sind rund plus/minus 10 Prozent um deinen Zielwert. Das lässt Verhandlungsspielraum, ohne dass du dich zu tief oder unrealistisch hoch festlegst.
Wo im Anschreiben nenne ich die Lohnvorstellung?
Im Schlussteil, nach deiner Motivation und Passung, vor der Grussformel. Dort erwartet sie die Leserin oder der Leser, und sie unterbricht nicht den inhaltlichen Teil deines Schreibens.
Muss ein Stelleninserat in der Schweiz eine Lohnangabe enthalten?
Nein. Anders als in Österreich gibt es in der Schweiz keine gesetzliche Pflicht, im Inserat einen Lohn oder eine Lohnspanne anzugeben. Viele Inserate enthalten deshalb keine Zahl, du bist beim Einschätzen auf Marktvergleiche angewiesen.
Wie viel mehr kann ich beim Stellenwechsel verlangen?
Ein Wechsel bietet oft mehr Spielraum als eine Erhöhung im bestehenden Job. Wie viel realistisch ist, hängt von Funktion, Markt und deinem bisherigen Lohn ab. Belege deine Vorstellung mit deinem Marktwert und deinen Qualifikationen.
Verwandte Themen
Quellen & Stand
Zuletzt geprüft: Juli 2026