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Gehalt

13. Monatslohn in der Schweiz: Anspruch, Auszahlung, Steuern

Kurz gesagt

Einen gesetzlichen Anspruch auf einen 13. Monatslohn gibt es in der Schweiz nicht. Er ist nur geschuldet, wenn er im Arbeitsvertrag, in einem GAV, im Personalreglement oder durch langjährige betriebliche Übung vereinbart ist. Ist er einmal zugesagt oder eingespielt, wird er zum festen, einklagbaren Lohnbestandteil. Einen 14. Monatslohn kennt die Schweiz nicht. Besteuert wird der 13. Monatslohn als gewöhnliches Einkommen, eine reduzierte Sondersteuer wie in Österreich existiert nicht.

Wann besteht Anspruch auf den 13. Monatslohn?

Grundlagen, aus denen sich ein Anspruch auf einen 13. Monatslohn ergeben kann
Grundlage Anspruch auf 13. Monatslohn
Individueller Arbeitsvertrag Nur wenn ausdrücklich vereinbart
GAV der Branche Meist ja, je nach GAV
Mehrjährige, vorbehaltlose betriebliche Praxis Ja, wird zum Anspruch

Ohne eine dieser Grundlagen besteht kein Anspruch.

Hat jede Person Anspruch auf den 13. Monatslohn in der Schweiz?

Nein. Der 13. Monatslohn ist kein gesetzliches Recht. Er ist nur geschuldet, wenn Arbeitsvertrag, GAV, Personalreglement oder eine langjährige betriebliche Übung ihn vorsehen. Er ist zwar in vielen Branchen üblich, aber nicht überall vereinbart, prüfe deshalb deinen Vertrag.

Wann wird der 13. Monatslohn ausbezahlt?

Häufig im November oder Dezember, oft zusammen mit dem Dezemberlohn. Möglich ist auch eine Aufteilung, etwa hälftig im Juni und im Dezember. Massgebend ist die Regelung in deinem Vertrag oder GAV.

Gibt es in der Schweiz auch einen 14. Monatslohn?

Einen 14. Monatslohn als eigene Grösse kennt die Schweiz nicht. Anders als in Österreich mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist der 13. Monatslohn die übliche Zusatzzahlung. Einzelne Betriebe kennen zusätzliche Boni oder Gratifikationen, diese sind aber freiwillig.

Wie wird der 13. Monatslohn besteuert?

Als gewöhnlicher Lohnbestandteil zum normalen progressiven Tarif von Bund, Kanton und Gemeinde. Eine reduzierte Sondersteuer wie das österreichische Jahressechstel gibt es in der Schweiz nicht. Der 13. Monatslohn erhöht damit das steuerbare Jahreseinkommen wie jeder andere Lohn.

Was passiert mit dem 13. Monatslohn bei einer Kündigung während des Jahres?

Endet das Arbeitsverhältnis unterjährig, hast du in der Regel Anspruch auf den anteiligen 13. Monatslohn (pro rata) für die geleisteten Monate, sofern grundsätzlich ein Anspruch besteht. Eine gültige Verfallsklausel im Vertrag kann davon abweichen.

Bekommen auch Teilzeitkräfte den 13. Monatslohn?

Ja, wenn ein Anspruch besteht, dann anteilig zum Pensum. Wer 60 Prozent arbeitet, erhält 60 Prozent eines vollen 13. Monatslohnes. Eine Ungleichbehandlung von Teilzeitkräften allein wegen des Pensums ist nicht zulässig.

Kann der Arbeitgeber den 13. Monatslohn kürzen oder streichen?

Ist der 13. Monatslohn fest vereinbart oder durch betriebliche Übung entstanden, ist er ein geschuldeter Lohnbestandteil und kann nicht einseitig gestrichen werden. Anders ist es bei einer echten, ausdrücklich freiwilligen Gratifikation, über die der Arbeitgeber jährlich neu entscheidet.

Quellen & Stand

Zuletzt geprüft: Juli 2026

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.