Bewerbungsschreiben in der Schweiz: Aufbau, Länge und Pensum
Ein Bewerbungsschreiben ist in der Schweiz in der Regel eine A4-Seite lang und ergänzt den Lebenslauf um deine Motivation und deine Passung zur Stelle. Es gliedert sich in Briefkopf, Betreff, Anrede, Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Begriffe Motivationsschreiben und Anschreiben werden dabei meist gleichbedeutend verwendet. Ein gewünschtes Teilzeitpensum gibst du direkt als Prozentwert an, etwa 80-Prozent-Pensum. Die Lohnvorstellung nennst du nur, wenn das Inserat sie ausdrücklich verlangt.
Wie ist ein Bewerbungsschreiben in der Schweiz aufgebaut?
Es besteht aus Briefkopf, Betreff mit der konkreten Stelle, persönlicher Anrede, einer kurzen Einleitung, einem Hauptteil aus zwei bis drei Absätzen und einem Schluss mit Gesprächswunsch und Grussformel. Im Hauptteil zeigst du deine Motivation und belegst mit Beispielen, warum du zur Stelle passt.
Wie lang darf ein Bewerbungsschreiben sein?
Eine A4-Seite gilt als Standard. Kurz und konkret schlägt lang und allgemein, weil oft viele Bewerbungen nebeneinander liegen. Wenn du kürzen musst, streich zuerst alles, was schon im Lebenslauf steht.
Was ist der Unterschied zwischen Motivationsschreiben und Anschreiben in der Schweiz?
In der Schweiz werden Motivationsschreiben, Anschreiben und Bewerbungsschreiben weitgehend gleichbedeutend für den Begleitbrief zur Bewerbung verwendet. Anders als in Österreich ist das Motivationsschreiben also kein separates Zusatzdokument. Verlangt ein Inserat ausdrücklich beides, orientiere dich an der genannten Bezeichnung.
Muss ich die Lohnvorstellung nennen?
Nur wenn das Inserat ausdrücklich danach fragt. Dann gehört sie in den Schlussteil, angegeben als Bruttojahreslohn mit dem Hinweis, ob 12 oder 13 Monatslöhne gemeint sind. Ohne entsprechende Aufforderung lässt du sie weg.
Wie gebe ich mein gewünschtes Pensum an, zum Beispiel 80 Prozent?
In der Schweiz wird Teilzeit als Pensum in Prozent ausgedrückt, nicht in Stunden pro Woche. Nenne den Wert direkt, etwa 80-Prozent-Pensum oder Teilzeit 60 Prozent, am besten schon im Betreff oder in der Einleitung, damit die Erwartungen von Anfang an klar sind.
Was gehört nicht ins Anschreiben?
Alles, was der Lebenslauf schon abdeckt, sowie austauschbare Standardfloskeln, die auf jedes Inserat passen würden. Generische Schreiben werden häufiger aussortiert. Die Lohnvorstellung lässt du weg, solange sie nicht verlangt wird.
Brauche ich für jede Bewerbung ein neues Anschreiben?
Zumindest in Teilen. Der Bezug auf das Unternehmen und die konkrete Stelle muss jedes Mal neu sein, sonst liest sich das Schreiben austauschbar. Struktur und Kernaussagen darfst du wiederverwenden und an das jeweilige Inserat anpassen.
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Quellen & Stand
Zuletzt geprüft: Juli 2026