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Ausbildung

Pflegestipendium: So finanzierst du deine Pflegeausbildung

Kurz gesagt

Das Pflegestipendium ist eine Leistung des AMS, die dir während einer Pflegeausbildung ein Einkommen sichert. Eingeführt wurde es mit 1. Jänner 2023 mit einem Mindestbetrag von 1.400 Euro im Monat, aktuell nennt das AMS einen Tagsatz von mindestens 55,01 Euro, also rund 1.650 Euro monatlich, Stand 2026. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 20 Jahren, dazu kommt entweder ein Anspruch auf Arbeitslosengeld oder eine Schule beziehungsweise ein Studium, die seit mindestens zwei Jahren beendet sind. Gefördert werden die Pflegeassistenz, die Pflegefachassistenz, die Sozialbetreuungsberufe und das Studium der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege an einer Fachhochschule, jeweils mit mindestens 25 Wochenstunden. Beratung und Genehmigung durch das AMS sind verpflichtend und müssen vor dem Ausbildungsbeginn erfolgen, rückwirkend geht nichts. Wer keine Leistung vom AMS bekommt, kann stattdessen den Pflegeausbildungszuschuss beantragen, auch Ausbildungszuschuss genannt: Er wird vom Bund mitfinanziert und von den Bundesländern ausbezahlt, in Oberösterreich derzeit mindestens 658,40 Euro im Monat. Kombinieren lassen sich die beiden Förderungen nicht.

Fördervergleich: Pflegestipendium und Pflegeausbildungszuschuss

AMS Pflegestipendium und Pflegeausbildungszuschuss im Vergleich, Stand 2026
Förderung Für wen Höhe (Stand 2026) Kombinierbar
AMS Pflegestipendium Anspruch auf Arbeitslosengeld, oder Schule bzw. Studium seit mindestens 2 Jahren beendet Mindestens 55,01 Euro pro Tag, rund 1.650 Euro im Monat Nicht mit dem Pflegeausbildungszuschuss
Pflegeausbildungszuschuss Keine Leistung vom AMS Mindestens 658,40 Euro im Monat, Beispiel Oberösterreich Nicht mit dem AMS Pflegestipendium

Die Beträge werden jährlich valorisiert, angegeben ist der Stand 2026. Den Pflegeausbildungszuschuss zahlen die Bundesländer aus, die Höhe kann daher regional abweichen.

Was ist das Pflegestipendium?

Das Pflegestipendium ist eine Förderung des AMS für Menschen, die eine Pflegeausbildung beginnen. Es sichert dir während der gesamten Ausbildung ein Einkommen, damit du dich auf die Ausbildung konzentrieren kannst, statt nebenbei arbeiten zu müssen. Beantragt wird es beim AMS, gemeinsam mit deiner Beraterin oder deinem Berater.

Wie hoch ist das Pflegestipendium?

Laut AMS beträgt der Tagsatz mindestens 55,01 Euro, das sind rund 1.650 Euro im Monat, Stand 2026. Eingeführt wurde das Pflegestipendium 2023 mit einem Mindestbetrag von 1.400 Euro monatlich, seither wird der Wert jährlich angepasst. Den aktuell gültigen Satz führt das AMS in seiner Liste der maßgeblichen Werte.

Wer hat Anspruch auf das Pflegestipendium?

Anspruch hast du ab 20 Jahren, wenn du zusätzlich Anspruch auf Arbeitslosengeld hast oder deine Schule beziehungsweise dein Studium seit mindestens zwei Jahren beendet ist. Das Mindestalter gilt in beiden Fällen. Ob es bei dir passt, prüft das AMS im Beratungsgespräch.

Muss ich mich vor der Ausbildung beim AMS beraten lassen?

Ja, und zwar verpflichtend. Beratung und Genehmigung müssen vor dem Ausbildungsbeginn erfolgen, eine rückwirkende Antragstellung ist nicht vorgesehen. Wer zuerst startet und erst danach zum AMS geht, steht ohne Förderung da. Den Termin also rechtzeitig vereinbaren, bevor du den Ausbildungsvertrag unterschreibst.

Welche Ausbildungen werden gefördert?

Gefördert werden die Pflegeassistenz, die Pflegefachassistenz und die Sozialbetreuungsberufe, seit 1. September 2024 auch das Studium der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege an einer Fachhochschule. In allen Fällen muss die Ausbildung mindestens 25 Wochenstunden umfassen. Worin sich Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und DGKP inhaltlich unterscheiden, steht im eigenen Ratgeberartikel dazu.

Was, wenn ich keine Leistung vom AMS bekomme?

Dann kommt der Pflegeausbildungszuschuss infrage. Er wird vom Bund mitfinanziert und von den Bundesländern ausbezahlt, in Oberösterreich sind es derzeit mindestens 658,40 Euro im Monat. Der Zuschuss ist steuerfrei und kennt keine Zuverdienstgrenze, du darfst also nebenbei arbeiten. Mit dem AMS Pflegestipendium kombinierbar ist er nicht, du entscheidest dich für eine der beiden Förderungen.

Wie lange bekomme ich das Pflegestipendium?

Maximal vier Jahre, und das für bis zu zwei Ausbildungen. Damit ist auch ein aufbauender Weg abgedeckt, etwa von der Pflegeassistenz weiter in die Pflegefachassistenz. Wie lange es in deinem Fall läuft, hängt von der konkreten Ausbildung ab und wird mit dem AMS festgelegt.